Heilpädagogische Wohngruppe Christine

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Auf der heilpädagogischen Wohngruppe Christine wohnen ausschließlich Mädchen im Alter von 6 bis 18 Jahren, die durch konstitutionelle und/oder soziale Defizite erheblich in ihrer altersgemäßen Persönlichkeitsentwicklung beeinträchtigt sind, Mädchen mit nachgewiesenen oder vermuteten sexuellen Missbrauchserfahrungen und Verdacht auf körperliche oder seelische Misshandlung sowie Mädchen mit diagnostizierter seelischer Behinderung. Die rechtliche Grundlage der Unterbringung bilden die Paragraphen:

  • § 27 (Hilfe zur Erziehung) SGB VIII i. V. m.
  • § 34 (Heimerziehung) SGB VIII,
  • § 35a (Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche) SGB VIII,
  • § 41 (Hilfen für junge Volljährige, Nachbetreuung) SGB VIII und
  • § 42 (Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen) SGB VIII.

 

Pädagogische Zielsetzung

Aufgrund der gehäuften Missbrauchs- und Gewalterfahrungen liegen die Ziele der pädagogischen Arbeit insbesondere in der Vermittlung von Schutz und Sicherheit, in der Stärkung der Selbstakzeptanz, in der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper einschließlich intensiver Hygieneerziehung und sexueller Aufklärung, in der Vermittlung präventiver Verhaltensweisen gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch und in Einzelfällen auch in der Sozialisationsfähigkeit der Jugendlichen. Das friedliche Zusammenleben mit seinen alltäglichen Anforderungen, um sich selbst versorgen zu lernen ist ebenso ein wichtiges Ziel, wie das Erlernen und Anerkennen notwendiger gesellschaftlicher Normen. Die bei den älteren weiblichen Jugendlichen für eine eigene Haushaltsführung notwendigen lebenspraktischen Fähigkeiten werden gezielt eingeübt und vermittelt.
 

Pädagogische und Therapeutische Methoden

Für jede Jugendliche wird ein individuelles pädagogisches Förderprogramm erstellt. Unterstützende Elemente hierbei sind das zur Seite stellen einer Bezugsbetreuerin, einer Therapeutin mit einer Wochenstunde, Bausteine aus der Sexual-, Erlebnis- und Sportpädagogik, die regelmäßige Tagesreflexion und ein wertschätzender und respektvoller Umgang miteinander.
Zum Einsatz kommen therapeutische Methoden aus den Bereichen der systemischen Therapie, verschiedener Entspannungstrainings, social skills-Trainings und gezieltes Arbeiten am Selbstkonzept. Wöchentlich findet eine mädchenspezifische Gruppentherapiestunde statt.
 

Räumliche Rahmenbedingungen

Es stehen bis zu neun Plätze für weibliche Kinder und Jugendliche, sowie für junge Erwachsene zur Verfügung. Diese wohnen in freundlichen, geräumigen und modernen Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmern. Des Weiteren gibt es ein externes Bad mit drei Duschen und einer Badewanne, einen Waschraum mit Waschmaschine und Wäschetrockner, eine große Gemeinschaftsküche mit Essbereich und anschließendem Wohn-und Aufenthaltsbereich, eine Vorratskammer, ein Büro mit Schlafgelegenheit für die Betreuerinnen sowie ausreichend Stau-und Lagerraum.

Als „Trainingsbereich“ im Hinblick auf eine Verselbständigung z.B. im Rahmen eines im Hilfeplan angestrebten Sozial Betreuten Wohnens außerhalb der Einrichtung, gibt es in unmittelbarer Nähe zu dieser Wohngruppe eine weitere kleine Wohngruppe mit bis zu 4 Plätzen mit einem eigenen Eingangsbereich.
 

Personalausstattung

Für die Gruppe stehen pädagogische Fachkräfte zur Verfügung. Die Stellen werden ausschließlich mit Sozialpädagoginnen, Heilpädagoginnen, Heilerziehungspflegerinnen, Erzieherinnen und vergleichbaren weiblichen Fachkräften besetzt.
Auf freien Plätzen dieser Wohngruppe bieten wir auch Inobhutnahme an.

Den aktuellen Belegungsplan aller Wohn-Gruppen im Haus St. Josef können Sie hier einsehen.